Zahnfüllungen
Die Entstehung der Krankheit
Im Mund bleiben Rückstände unserer
Nahrung zurück und kleben sich auf den Zahnflächen
fest. Werden diese nicht regelmässig (durch Zahnreinigung)
entfernt, vermehren sich die Bakterien in dem
entstandenen Zahnbelag, die die Speisenrückstände
abzubauen beginnen. Der Zahnschmelz wird durch
die während des Abbauvorgangs bzw. im Abbauprodukt
auftretenden Säure angegriffen und all-mählich
zersetzt. Der Abbauprozess kommt von der Zahnfläche
her durch den Zahnschmelz in das Zahnesinnere
hindurch, trägt sich sogar auf das Zahnmark (Zahnnerven)
über, in dem er auch die weichere Dentinschicht
zerstört. Karies kann sich auf den Zahnoberflächen,
zwischen den Zähnen, bei undichten Randschlüssen
von Füllungen, sowie am Rand von Inlays (Implantaten)
und Kronen ausbilden.
Die Karies ist im Anfangsstadium
sehr schwer wahrnehmbar, denn es kann nur eine
weissliche, opale Verfärbung an der Oberfläche
des Zahnschmelzes entdeckt werden. Die Karies
kann daher nur durch eine zahnärztliche Untersuchung
erwiesen werden. Mit dem Fortschritt der Karies
kann der Patient beim Verzehr von Süssigkeiten
oder Einatmung von kalter Luft durch den Mund
Schmerzen fühlen oder schwarzes Loch im Zahn wahrnehmen.
In solchen Fällen sollte sich der Patient unverzüglich
an seinen Zahnarzt wenden, denn mit einer rechtzeitigen
Versorgung/ Behandlung kann der kariöse Zahn durch
einfache Füllung (und Verschluss) des Zahndefektes
gerettet werden. Wenn der kariöse Zahn auf Kälte
oder Wärme mit heftigen Schmerzen reagiert, bzw.
in der Nacht dauernd scharfe oder während des
ganzen Tages stumpfe Schmerzen auslöst, kann der
Zahn meistens nur durch eine Wurzelfüllung gerettet
werden.
Aufgaben vor dem Eingriff
Vor dem Eingriff ist eine zahnärztliche
Untersuchung, und eine Visiographen-Röntgenaufnahme
über den kariösen Zahn und dessen Umgebung notwendig.
Im Zuge des darauffolgenden Vorgesprächs (Beratungsgesprächs)
erhält der Patient eine eingehende Auskunft über
den geplanten Eingriff, die angewendete Anästhesieform,
die verwendeten Materialien, die möglichen Komplikationen,
sowie über die Aufgaben nach der Operation. Vor
jedem zahnärztlichen Eingriff ist zu essen empfehlenswert,
weil eine Nahrungsaufnahme für 3-4 Stunden nach
der Eingabe der Betäubungsspritze, d.h. solange
die erstarrende Wirkung des Lokalanästhetikums
anhält, nicht möglich ist.
Die Anfertigung einer ästhetischen
Füllung
Die Lokalanästhäsie erfolgt mittels
einer 2%- igen Lidocain-Lösung, die in der Form
einer Injektion ins gewünschte Gebiet eingespritzt
wird. Ca. 10 Minuten nach der Eingabe des Anästhetikums
entfernt der Zahnarzt die kariösen und somit überschüssigen
Teile mithilfe eines Zahnbohrers. Abhängig von
der Tiefe der wie vorstehend präparierte und abgeformte
Kavität werden die Zähne mit einer Unterfütterung
vorgesehen um den späteren Wärme-bzw. Temperaturempfindlichkeiten
zu entgehen. Das heisst in der Realität , dass
man eine Art Isolierung zwischen dem Zahnbein
(Dentin) und der Füllung legt, um die Wärmeübertragung,
die sogenannte "Wärmebrücke" zu beseitigen. Die
betroffenen Oberflächen werden dann 40 Sekunden
lang mit Säure angeätzt, d.h. aufgerauht, und
die Füllung -nach der Auftragung einer dünnen
Haftvermittlungsschicht schichtweise aufgebaut.
Diese einzelnen Schichte werden dann mit UV-Licht
belichtet und das Füllmaterial dadurch ausgehärtet.
Die Oberfläche der Füllungen wird zunächst mit
einem Zahnbohrer solange geformt, bis ein hoher
Kaukomfort erzielt wird. Anschliessend wird die
fertige Oberfläche poliert. In unserer Klinik
werden ausschliesslich ästhetische Füllungen vorgenommen.
Darunter versteht man, dass die eingebrachte Füllung
dem Zahn farblich perfekt angepasst werden soll,
damit es praktisch nicht wahrzunehmen ist, dass
die Kontinuität des Zahnes künstlich wiederhergestellt
wurde.
Komplikationen nach der Zahnfüllung
Nach der Anfertigung von ästhetischen
Füllungen kann Kälte- und Wärmesensibilität vorkommen,
die aber innerhalb von 1-2 Wochen allmächlich
aufhören soll. Die Empfindlichkeit ergibt sich
daraus, dass die Zahndefekte nicht mit eigenem
Material sondern mit Fremdkörpern aufgefüllt werden.
Eine Aufbissempfindlichkeit tritt auf, wenn die
Füllung zu hoch ist, d.h. sie steht extrem über,
wodurch die Zähne früher aneinanderreichen und
überlastet werden. Dieser Fehler kann vom Zahnarzt
korrigiert, beseitigt werden. Auch das Gebiet,
wo das Lokalanästhetikum eingespritzt wurde, kann
empfindlich sein, das aber innerhalb von einigen
Tagen spontan aufhören wird. Viel Kaffee, Tee,
oder Nahrungsfärbemittel werden mit der Zeit die
Verfärbung der Füllungen samt Zähnen bewirken.
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