Zahnimplantate: Zahnersatz
durch Einpflanzung von künstlichen Zähnen bzw.
Zahnwurzeln
Die Verwendung von Zahnimplantaten
Für diejengen, denen ein einziger
oder mehrere Zähne fehlen oder gar keinen Zahn
mehr haben bietet heute die Implantologie, d.h.
die Einpflanzung von künstlichen Zähnen, bzw.
Zahnwurzeln oder Zahnimplantaten eine moderne
und ästhetisch zufriedenstellende Lösung. Es können
auch nur Einzelzähne ersetzt werden, die der Patient
durch einen Unfall verloren hat oder ihm aus erblichen
Gründen fehlen oder wegen fortgeschrittener Karies
entfernt werden mussten. In solchen Fällen stellt
die Brücke eine herkömmliche Lösung dar, wenn
der Patient jedoch das Beschleifen der ev. noch
gesunden Nachbarzähne vermeiden möchte, wird er
sich mit grosser Wahrscheinlichkeit für die Zahneinpflanzung
(Implantation) entscheiden. Bei einer Zahnlosigkeit
infolge der Entfernung mehrerer fortgeschritten
kariösen Zähne oder wegen einer Zahnfleischentzündung
verlorenen Zähne handelt es sich sinngemäss um
den Ersatz von mehreren Zähnen. Ist dies der Fall,
hat man mehrere Implantate unabhängig voneindar
einzusetzen, die dann als Pfeiler für die darauf
anzubringen-den Brücken einen festen und sicheren
Halt bieten. Auch bei völliger Zahnlosigkeit werden
mehrere, voneinander unabhängige Implantate in
den Kieferknochen eingesetzt, und auf diese ist
die herausnehmbare Prothese zu befestigen. Bei
diesem Zahnersatz geht es gegenüber der herkömmlichen
Prothese um eine angesichts der Konstruktion robustere
, ästhetischere und eine in jeder Hinsicht erhobeneren
Qualitätsansprüchen gerechte Lösung. Bei vor kurzem
durchgeführten Zahnentfernungen soll das OP- Gebiet
zunächst verknöchern , das ca. 6-8 Monate dauert
, das Implantat darf erst nachher eingebracht
werden.Die Implantate können mit den eigenen Zähnen
oder mit einem anderen Implantat verknüpft werden.
Die Implantation darf nur bei Patienten über 16
Jahre duruchgeführt werden, bei denen das Wachstum
des Unterkiefers bereits vollkommen beendet ist.
Aufgaben vor dem Eingriff
Der Operation soll auf jeden
Fall eine zahnärztliche Untersuchung, eine Visiographen-Rötngenaufnahme
und ein Beratungs-, bzw.Vorgespräch zuvorkommen.
Anlässlich dieser Untersuchung wird über die Bezahnung
ein kompletter Status festgehalten, aufgenommen,
und auf diesem Grund ein Zeitplan über den geplanten
Eingriff aufgestellt. Zur exakten Bestimmung der
Position des geplanten Implantates wird eine Panorama-Aufnahme
über den Kieferknochen benötigt. In jedem Fall
hat man über beide Kieferknochen ein Probeabdruck
genommen, um die Lage bzw. Position des einzubringenden
Implantates zu vermessen und den endgültigen Arbeitsplan
erstellen zu können. Mit dem Patienten werden
die vorauissichtlichen Ergebnisse, die möglichen
Komplikationen sowie das erzielbare ästhetische
Ergebnis eingehend durchgesprochen.
Die Operation
Es ist vor dem Eingriff unbedingt
zu essen empfehlenswert, weil eine Nahrungsaufnahme
für 3-4 Stunden nach der Eingabe der Betäubungsspritze,
d.h. solange die erstarrende Wirkung des Lokalanästhetikums
anhält, nicht möglich ist. Der Eingriff wird in
Lokalanästhäsie durchgeführt, d.h. dem Patienten
wird das zu operierende Gebiet mit einer 2%-igen
Lidocainspritze ausgiebig betäubt. Der Arzt löst
das Zahnfleisch vom dem Knochen ab, und bohrt
dann mithilfe einer Spezialbohrmaschine ein Gewinde
in den freigelegten Knochen. In dieses Gewinde
wird dann das Implantat aus Titan eingeschraubt,
das als die Wurzel des neuen künstlichen Zahnes
anzusehen ist. Die Operationswunde wird durch
Nähte verschlossen. Die Einheilungszeit der in
den Knochen eingebrachten Schraube beträgt 4-6
Monate. Während dieser Einheilungsphase läuft
ein Verknöcherungsvorgang ab, d.h. die Titanschraube
verwächst praktisch mit dem Knochengewebe , und
das Implantat gliedert sich in den Knochen ein.
Während der Einheilungszeit darf die Schraube
nicht belastet werden. dem Patienten kann daher
in diesen Fällen eine provisorische Prothese oder
Brücke eingesetzt werden. Ist die Schraube fest
in dem Kieferknochen eingewachsen, kann es zur
zweiten Sitzung kommen. Die durch das Zahnfleisch
bedeckte Schraube wird erneut freigelegt, und
in diese ein Köpfchen auch "Heilungsschraube"
genannt, eingeschraubt, das sich bereits aus dem
Zahnfleisch herausragt. Die Einheilungszeit des
Zahnfleisches beträgt 2-3 Tage, dann folgt der
letzte Schritt - diesmal ohne jegliche Operation-,
wo der endgültige Kopf (Zahnersatz) eingeschraubt
wird, der als Pfeiler für die später anzubringenden
Ersatzbrücke dient. Anschliessend wird der Zahntechniker
-nach der Abdrucknahme- den entsprechenden Zahnersatz
in mehreren Schritten anfertigen.
Mögliche Komplikationen
Laut statistischen Angaben erfüllen
ca. 95-99% der Implantate einwandfrei ihre Funktion.
Sonderkomplikationen und Operationsfolgen kommen
nur ganz selten vor. Bei gewissen Verknöcherungsstörungen
kann es jedoch passieren, das nicht alle Implantate
in den Knochen einwachsen können. Nach der Operation
können die bei jedem oralchirurgischen Eingriff
eventuell entstehenden normalen Operationsfolgen
auftreten, so hat man u.a. mit Schwellungen, Empfindlichkeit,
und Schmerzen zu rechnen. Der Erfolg der Implantation
hängt im späteren in grossem Masse davon ab, wie
Sie die Rände der Schraube um den Zahnfleischrand
reinigen. Gelangt eine Infektion am Implantat
in den Knochen hinein, kann es eine Entzündung
entstehen, die dann zur Lockerung und schliesslich
sogar zum Ausfall des Implantates führen kann.
Aufgaben nach der Operation
Ein tag nach der Operation hat
man die Wunde mit einer weichen Zahnbürste schonend
reinigen¸und.2-3 mal täglich mit Chlorhexamed
zu spülen. Eine Kompresse aufzulegen ist untersagt,
es empfiehlt sich hingegen eine Eisauflage auf
dem Gesicht 5-6 mal täglich. Der Patient kann
Schmerztabletten Je nach Bedarf nehmen. Antibiotkaeinnahme
ist nur aufgrund ärztlicher Anweisungen zulässig.Die
Nähte werden 5-7 Tage nach der Operation entfernt.
Bei eventuellem Auftreten von Beschwerden gleich
welche rufen Sie Ihren behandelnden Arzt sofort
an.
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