Information über die plastische
Operation der Lider (Ober- und Unterlidkorrektur)
Die Krankheit
Die Veralterung der Haut der
oberen und unteren Augenlider, der Verlust an
deren Elastizität, die Schlaffheit der Stützgewebe
der Augengegend führen alle zu einer ausdrücklichen
Faltenbildung, sowie zur Schwellung in der Augengegend,
die ästhetische Probleme und psychische Beschwerden
verursachen können. In schwereren Fällen kann
die in das Sehfeld hinein-/hinabhängende Oberlidhaut
sogar Sehschwierigkeiten herbeiführen. Das Ziel
mit der Operation ist ein angenehmes, verjüngtes
Aussehen und eine ästhetische und funktionelle
Rekonstruktion der Lider.
Behandlungsalternativen
Als eine mögliche Lösung für
die obigen Veränderungen bietet sich die dem ursprünglichen
Zustand möglichst naheliegende operative Rekonstruktion
der Gewebe der Augengegend. Bei den unteren Lidern
wird -soweit erforderlich- das überschüssige Fettgewebe,
bzw. bei den Oberlidern die erschlaffte, hängende,
überschüssige Haut entfernt. Hierbei ist darauf
zu achten, dass der Eingriff keine sichtbare Spuren
hinterlässt, die Schnitte sind daher in die Falten
zu setzen und somit zu verstecken, Der Patient
hat seine Erwartungen mit dem operierenden Arzt
ganz offen zu besprechen, wobei man jedoch nicht
vergessen soll, dass mit dem Eingriff als gewünschtes
Ergebnis eher nur eine bestmögliche Verbesserung
(Korrektur) des vorhandenen Zustandes erzielt
werden kann, einen perfekten, idealen Zustand
kann man von diesem nicht erwarten, verlangen.
Die ästhetische Operation verbessert Ihr Äußeres
und verhilft Sie zum stärkeren Selbstwertgefühl,
bzw. bei eventuellen Sehschwierigkeiten beseitigt
die Beschwerden.
Die Tageschirurgie
Unter "Tageschirurgie"
versteht man, dass der Patient die operierende
Klinik in der Regel nach ein Paar Stunden Beobachtung,
spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden nach
der Operation mit einem Begleiter auf eigenen
Füssen verlassen kann, sodass der weitere Heilungsverlauf
bereits zu Hause erfolgt. Für die Tageschirurgie
gelten strenge berufliche, soziale und sonstige
Voraussetzungen und Anforderungen, die mit dem
Patienten im Laufe des Beratungsgesprächs dann
geklärt werden, als es bereits konkret um den
Ablauf der Operation geht (die Tageschirurgie
setzt u.a. der allgemein gute physikalische Zustand
des Patienten ohne schwere Systemerkrankung vor,
der Patient hat ferner für die Organisierung seiner
Abholung von der Klinik und seiner Pflege bzw.
Betreuung zu Hause Sorge zu tragen, er soll über
ein Telefon zu Hause haben, um sich bei Problemen
oder Beschwerden mit der Klinik und dem operierenden
Arzt jederzeit in Verbindung setzen zu können,
usw.).
Aufgaben vor der Operation
Der Operation soll auf jeden
Fall eine von einem plastischen Chirurgen durchgeführte
fachärztliche Untersuchung zuvorkommen. Im Anschluss
an diese Untersuchung spricht der operierende
Arzt die Möglichkeiten mit dem Patienten durch,
die ihn bei seiner Entscheidungen im Bezug auf
die Operation (z.B. die gewünschte Verkleinerung
oder Neumodellierung) beeinflussen können, dann
wird ihm mitgeteilt, ob er sich vom chirurgischen
Gesichtspunkt aus betrachtet für eine tageschirurgische
Operation eignet. Hierbei macht der Arzt den Patienten
auf die Tageschirurgie als spezielle Behandlungsform,
die zur Operation erforderlichen zusätzlichen
Untersuchungen (z.B. ophthalmologische Untersuchung,
Labor usw.), die anwendbaren Anästhesie-Formen,
die möglichen Komplikationen, die während des
Heilungsverlaufs ev. auftretenden Probleme und
Beschwerden, die häusliche Pflege, die einzelnen
Etappen des Heilungsverlaufs, d.h. auf alle Informationen
aufmerksam, die für den Patienten notwendig sein
können, um sich für die eine oder die andere Behandlungsmethode
oder Operationsart entscheiden zu können.
Die Operation
Die Operation wird in der Regel
in Lokalanästhesie (in örtlicher Betäubung) oder
in Vollnarkose durchgeführt. Bei einer Oberlidplastik
wird der Schnitt in der oberen Region des Augenlids,
in einer natürlichen Falte versteckt gesetzt,
dann die vormarkierte überschüssige Haut entfernt.
Bei der Unterlidplastik erfolgt der Schnitt 1-2
mm unter den unteren Augenwimpern parallel mit
der Lidspalte. Die Reduktion der Haut ist in dieser
Region üblicherweise geringer, hier ist meistens
das angesammelte Fett zu entfernen. Darüber hinaus
werden -soweit erforderlich auch die Stützgewebe
fixiert, bzw. abschließend die Wunde durch plastische
Nähte ebenfalls versteckt, verschlossen. Bei der
Unterlidplastik kann die Entfernung des Fettgewebes
auch von der Augenbindehaut her vorgenommen, denn
die Narbe wird später überhaupt nicht sichtbar
sein. Die Oberlid- und Unterlidkorrekturen können
Separat zu verschiedenen Zeitpunkten oder gleichzeitig
in derselben Sitzung durchgeführt werden. Es kommt
oft vor, dass die plastische Lidkorrektur zusammen
mit der Faltenentfernung durchgeführt wird. Am
Ende der Operation werden die Nähte zusätzlich
mit Pflastern fixiert.
Mögliche Komplikationen
Kein Arzt kann eine absolut
komplikationsfreie Operation garantieren. Komplikationen
können nämlich auch nach einem mit der größten
Sorgfalt und Umsicht durchgeführten operativen
Eingriff auftreten. Die möglichen Frühkomplikationen
wie Nachblutung, Entzündung u.a. lassen sich -
sofern diese rechtzeitig erkannt werden - gut
behandeln. Zur Erkennung dieser Frühkomplikationen
dient die 4-6- stündige stationäre Beobachtung.
Im Falle, dass Sie nach Ihrer Entlassung aus der
Klinik zu Hause das geringste Anzeichen des Auftretens
einer Komplikation wahrnehmen sollen Sie Ihren
Operateur unverzüglich überdies unterrichten,
der für die Behebung der Komplikation Sorge tragen
wird. Eine mögliche, nur ganz selten auftretende,
spezielle Spätkomplikation der plastischen Lidkorrekturen
ist die partielle oder in schweren Fällen vollständige
Ektopie des Unterlides (umdrehendes Augenlid),
die bei einem langen Bestehen unangenehme Beschwerden
(z.B.: ständiger Tränenfluss) verursachen und
zu anderen Krankheiten der Augen führen kann.
Eine Augenverletzung während der Operation wird
in der Fachliteratur als eine Rarität erwähnt
und kommt dementsprechend in der operativen Praxis
kaum vor. Dieses Operationsverfahren birgt wie
jede andere Operationen auch Risiken in sich,
es wird jedoch in unserer Klinik generell mit
guten Ergebnissen angewendet, und die Patienten
sind auch mit diesem alle zufrieden gewesen.
Aufgaben nach der Operation
Nach der Operation können in
der Augengegend Schwellungen, und von bläulich-
ins Lila spielende Verfärbungen entstehen. Um
etwaiger Schwellungen der Gewebe um die Augen
sowie eventuell auftretender Bindehautentzündung
vorzubeugen, ist die Anwendung von antibiotischen
Augentropfen sowie Eisauflage empfehlenswert.
Nach einer 4-6 stündigen stationären Beobachtung
wird der Patient aus der Klinik entlassen und
kann mit einem Begleiter heimkehren. Bei in Vollnarkose
durchgeführten Operationen erhöht sich diese Beobachtungszeit
nach dem Eingriff auf 16- 18 Stunden. Es empfiehlt
sich in der Heilphase eine Sonnenbrille zu tragen,
eine Überanstrengung der Augen zu vermeiden, und
zu Hause ein höheres, aufgepolstertes Kopfkissen
anzuwenden. Dem Patienten wird darüber hinaus
viel Ruhe verordnet. Die erste Kontrolluntersuchung
findet in der Regel 5- 7 Tage nach der Operation
statt, hierbei kommt es auch zur Fadenentfernung.
Die Schwellung um die Augen und die Blutergüsse
werden innerhalb von 1-2 Wochen spontan resorbiert.
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