Information über die Operation
von abstehenden Ohren
Die Veränderung
Abstehende Ohren sind angeborene
oder erworbene Fehlbildungen (Veränderungen) der
Ohren, bei denen es sich darum handelt, dass die
Ohrmuscheln einen größeren Winkel als das übliche
10 - 15° mit der seitlichen Kopfebene einschließen.
Die abnorme Fehlstellung der Ohrmuschel kann entweder
nur an der einen oder an beiden Seiten vorkommen.
Behandlungsalternativen
Die Ohrmuschel kann durch eine
operative Korrektur in die ästhetisch gefälligere,
anatomisch richtige Position gebracht werden.
Der Patient soll seine Erwartungen dem operierenden
Arzt ganz offen mitteilen und diese mit ihm durchsprechen,
wobei man jedoch nicht vergessen soll, dass mit
dem Eingriff als gewünschtes Ergebnis eher nur
eine bestmögliche Verbesserung (Korrektur) des
vorhandenen Zustandes erzielt werden kann, einen
perfekten, optimalen Zustand kann man von diesem
nicht erwarten, verlangen.
Die Tageschirurgie
Unter Tageschirurgie versteht
man, dass der Patient die operierende Klinik in
der Regel nach ein Paar Stunden Beobachtung, spätestens
jedoch innerhalb von 24 Stunden nach der Operation
mit einem Begleiter auf eigenen Füssen verlassen
kann, sodann der weitere Heilungsverlauf bereits
zu Hause erfolgt. Für die Tageschirurgie gelten
strenge berufliche, soziale und sonstige Voraussetzungen
und Anforderungen, die mit dem Patienten im Laufe
des Beratungsgesprächs dann geklärt werden, wenn
es bereits konkret um den Ablauf der Operation
geht (die Tageschirurgie setzt u.a. der allgemein
gute physikalische Zustand des Patienten ohne
schwere Systemerkrankung vor, der Patient hat
ferner für die Organisierung seiner Abholung von
der Klinik und seiner Pflege bzw. Betreuung zu
Hause Sorge zu tragen, er soll Telefon zu Hause
haben, um sich bei Problemen oder Beschwerden
mit der Klinik und dem operierenden Arzt jederzeit
in Verbindung setzen zu können, usw.).
Aufgaben vor der Operation
Der Operation soll auf jeden
Fall eine von einem plastischen Chirurgen durchgeführte
fachärztliche Untersuchung zuvorkommen. Im Anschluss
an diese Untersuchung spricht der operierende
Arzt die Möglichkeiten mit dem Patienten durch,
die ihn bei seiner Entscheidung im Bezug auf die
Operation beeinflussen können. Hierbei kommt die
Rede auf die Tageschirurgie als spezielle Behandlungsform,
die eventuell erforderlichen zusätzlichen (z.B.
interne medizinischen) Untersuchungen, die anwendbaren
Anästhesie - Formen, die möglichen Komplikationen,
die während des Heilungsverlaufs ev. auftretenden
Probleme und Beschwerden, die häusliche Pflege,
die einzelnen Heilphasen, d.h. auf alle Informationen,
die für den Patienten notwendig sein können, um
sich für die eine oder die andere Behandlungsmethode
oder Operationsart entscheiden zu können.
Die Operation
Am Tage der Operation werden
zunächst die erforderlichen Laboruntersuchungen
durchgeführt, der Patient gibt mit seiner Unterschrift
sein Einverständnis zur Operation, und zahlt dann
die Operationsgebühr ein. Unmittelbar vor der
Operation geben wir ihm ein Beruhigungsmittel.
Die Operation kann in Lokalanästhesie (örtlicher
Betäubung), oder in Vollnarkose durchgeführt werden.
Bei der Anwendung einer örtlichen Betäubung wird
dem Patienten ins Operationsgebiet eine Lidocainlösung
eingespritzt. Zu Beginn der Operation wird auf
der Rückseite der Ohren ein Hautschnitt gemacht,
der Knorpel dann in die richtige Stellung gebracht,
aus ihm so viel wie nötig ausgeschnitten, und
schließlich der Knorpel in dieser neu modellierten
Form fixiert. Nach entsprechender Blutstillung
vereinigen wir dann den Hautschnitt mit einer
plastischen Naht. Am Ende der Operation legen
wir einen Druckverband (Kompressionsverband) an.
Mögliche Komplikationen
Kein Arzt kann eine absolut komplikationsfreie
Operation garantieren. Komplikationen können nämlich
auch nach einem mit der größten Sorgfalt und Umsicht
durchgeführten operativen Eingriff auftreten.
Die möglichen Frühkomplikationen wie Nachblutung,
Bluterguss /Hämatom/, Entzündung, Hautnekrose,
Knorpelnekrose u.a. lassen sich -sofern diese
rechtzeitig erkannt werden- gut behandeln. Beim
eventuellen Auftreten von Spätkomplikationen (Spätrezidive)
wie übermäßige Narbenbildung oder Narbenkeloid
kann innerhalb von 3 Monaten nach der Operation
eine Injektionsbehandlung zum Einsatz kommen.
Da es hier um ein paariges Organ geht, kann es
zwischen den Ohren Zu Form- und/oder Größenabweichungen
kommen.
Aufgaben nach der Operation
Der Operation soll in der Regel
eine 6-8 stündige Beobachtung des Patienten folgen,
während der sich die physiologischen Funktionen
(Blutdruck, Urin, usw.) stabilisieren, und die
erschlaffende, ermattende Wirkung der Spritze
nachlässt bzw. aufhört, und der Patient die Klinik
auf eigenen Füssen jedoch mit einem Begleiter
verlassen kann. Bei den in Vollnarkose durchgeführten
Eingriffen erhöht sich diese Beobachtungszeit
auf 16- 18 Stunden. Nach der Operation wird dem
Patienten ein elastischer Verband angelegt, die
er für eine Woche zu tragen hat. Für ein Paar
Tage nach der Operation ist eine Schmerzstillung,
bzw. in der ersten Woche nach der Operation viel
Ruhe und das Aufpolstern des Kopfes erforderlich.
Die Fadenentfernung erfolgt eine Woche nach der
Operation. Es ist empfehlenswert für 6 bis 8 Wochen
nach der Fadenentfernung beim Schlafen und bei
sportlicher Betätigung ein Ohrband zu tragen.
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