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Information über die plastischen Operationen im Gesicht und am Hals

Die Veränderung

Die natürliche Hautalterung des Gesichts und des Halses, bei der der Wassergehalt und somit die Elastizität der Haut verlorengeht, kann mit der Bildung von ausgeprägten Falten verbunden sein, und somit oft zu ästhetischen Problemen und psychischen Beschwerden führen. Das Ziel mit der Operation ist die Wiederherstellung des früheren, der ursprünglichen Form möglichst nahekommenden Zustandes, der dem Patienten ein verjüngtes, angenehmes Aussehen verleiht.

Behandlungsalternatíven

Die sogenannte "Lifting"-OP besteht im Wesentlichen darin, dass die erschlaffte, und verlängerte Haut gestrafft bzw. die überschüssige Haut entfernt wird. Der Patient soll mit dem operierenden Arzt seine Erwartungen ganz offen besprechen, wobei man jedoch nicht vergessen soll, dass mit dem Eingriff als gewünschte Ergebnis eher nur eine bestmögliche Verbesserung (Korrektur) des bestehenden Zustandes erzielt werden kann, einen perfekten, idealen Zustand kann man von diesem nicht verlangen. Die ästhetische Operation verbessert Ihr Äußeres und verhilft Sie zu einem stärkeren Selbstwertgefühl.

Die Tageschirurgie

Unter Tageschirurgie versteht man, dass der Patient die operierende Klinik in der Regel nach ein Paar Stunden Beobachtung nach der Operation mit einem Begleiter auf eigenen Füssen verlassen kann, sodann der weitere Heilungsverlauf bereits zu Hause erfolgt. Für die Tageschirurgie gelten strenge berufliche, soziale und sonstige Voraussetzungen und Anforderungen, die mit dem Patienten beim Beratungsgespräch dann geklärt werden, wenn es bereits konkret um den Ablauf der Operation geht (die Tageschirurgie setzt u.a. der allgemein gute physikalische Zustand des Patienten ohne schwere Systemerkrankung vor, der Patient hat ferner für die Organisierung seiner Abholung von der Klinik und seiner Pflege bzw. Betreuung zu Hause Sorge zu tragen, er soll Telefon zu Hause haben, um sich bei Problemen oder Beschwerden mit der Klinik und dem operierenden Arzt jederzeit in Verbindung setzen zu können, usw.).

Aufgaben vor der Operation

Der Operation soll auf jeden Fall eine von einem plastischen Chirurgen durchgeführte fachärztliche Untersuchung zuvorkommen. Im Anschluss an diese Untersuchung spricht der operierende Arzt die Möglichkeiten mit dem Patienten durch, die ihn bei seiner Entscheidung im Zusammenhang mit der Operation beeinflussen können, dann wird ihm mitgeteilt, ob er sich vom chirurgischen Gesichtspunkt aus betrachtet für eine tageschirurgische Operation eignet. Hierbei kommt die Rede auf die Tageschirurgie als spezielle Behandlungsform, die eventuell erforderlichen zusätzlichen (z.B. interne) Untersuchungen, die anwendbaren Anästhesie - Arten, die möglichen Komplikationen, die während des Heilungsverlaufs ev. auftretenden Probleme und Beschwerden, die häusliche Pflege, die einzelnen Etappen des Heilungsverlaufs, d.h. auf alle Informationen, die für den Patienten notwendig sein können, um sich für die eine oder andere Behandlungsmethode oder Operationsart zu entscheiden.

Die Operation

Die Operation wird in der Regel in Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) oder in Vollnarkose durchgeführt. Bei der Anwendung der Lokalanästhesie wird dem Patienten eine Lidocainlösung ins Operationsgebiet eingespritzt. Der Eingriff dauert lange und macht eine besonders sorgfältige Präparation erforderlich, dem Patienten muss daher vor der in Lokalanästhesie durchgeführten Operation ein Beruhigungsmittel gegeben werden. Der Schnittverlauf geht von der behaarten Kopfhaut der Schläfenregion aus, geht zunächst vor dem Ohr und von hier dann in einem Bogen hinter dem Ohr vorbei und endet in der behaarten Nackengegend. Da der Schnitt überwiegend durch behaarte Hautregionen verläuft, werden die vom Haar verdeckten Narben nach der Heilung nicht sichtbar sein. Die Operation besteht im Wesentlichen darin, dass die Gesichtshaut und das unter der Haut liegende Bindegewebe nach deren Präparation (d.h. Anhebung bzw. Fixierung) gestrafft, und die überschüssige erschlaffte Haut entfernt wird. Die Wunden werden anschließend mit plastischen Nähten verschlossen und der Patient erhält um den Kopf einen Kompressionsverband.

Mögliche Operationsfolgen

Kein Arzt kann eine absolut komplikationsfreie Operation garantieren. Komplikationen können nämlich auch nach einem mit der größten Sorgfalt und Umsicht durchgeführten operativen Eingriff auftreten. Die möglichen Frühkomplikationen wie Nachblutung, Entzündung u.a. lassen sich - soweit diese rechtzeitig erkannt werden - gut behandeln. Die 6 bis 16 stündige Beobachtung nach der Operation ist gerade für die Erkennung dieser Komplikationen vorgesehen. Sie sollen daher - sofern Sie nach Ihrer Entlassung aus der Klinik, zu Hause das geringste Anzeichen des Auftretens einer Komplikation wahrnehmen Ihren operierenden Arzt unverzüglich überdies unterrichten, der für die Behebung der Komplikation Sorge tragen wird. Als ästhetische Komplikation kann die in ungenügender Menge entfernte und somit zurückbleibende überschüssige Haut betrachtet werden. Eine spezielle Komplikation der Gesichts- und Halsplastik kann vorkommen, wenn das Instrument (das Gerät) bei der Präparation Nerven trifft, und dadurch -wenn auch nur vorübergehend- die Funktions- oder Gefühlsstörungen der Gesichtshaut und der Mimik-Muskulatur auslöst. Die schwerste Komplikation ist von allen aber die Schädigung der Gesichtsnerven, die eine halbseitige Gesichtsnervenlähmung (Fazialisparese) zur Folge haben kann. Mit einer Verdickung (Wucherung) der Narbe, d.h. mit einem sogenannten "Narbenkeloid" (Narbenwucherung) bei der Heilung hat man in diesen Körperregionen nicht zu rechnen, es kommt nur selten vor, soll dies jedoch der Fall sein, lässt es sich durch eine entsprechende Injektionskur innerhalb von 3 Monaten nach der Operation gut behandeln. Die vorstehend angeführten Komplikationen können durch die Anwendung (Auswahl) der entsprechenden, richtigen Operationstechnik vermieden werden. Diese Operationsart - obwohl sie wie jede andere Operationen auch mit Risiken verbunden ist, in unserer Klinik generell mit guten Ergebnissen angewendet wird, und die Patienten verlassen alle mit dieser zufrieden die Klinik.

Aufgaben nach der Operation

Bei den in Lokalanästhesie durchgeführten Operationen werden die Patienten 6 - 8 Stunden, bei den in Vollnarkose durchgeführten Operationen 16-18 Stunden nach dem Eingriff aus der Klinik mit einem Begleiter in ihr Heim entlassen. Während dieser Beobachtungszeit stabilisieren sich die physiologischen Funktionen (Blutdruck, Stuhlgang, Urin). Der Patient soll seine häusliche Pflege organisieren. Viel Erholung und schonende Lebensweise sind in der Heilphase empfehlenswert. Durch die Operation ist eine relativ große Hautfläche betroffen, es empfiehlt sich daher Antibiotika und Schmerztabletten zu nehmen. Auf dem Operationsgebiet können Anschwellungen und bläuliche-ins lila spielende Verfärbungen entstehen bzw. vorkommen, die normale Folgen dieser Operation sind. Diese können durch ein Paar Tage lange Eisauflage vermindert werden, bzw. die Hämatome (Blutergüsse) werden allmählich resorbiert. Bei eventueller Anschwellung, Tumeszenz des Auges empfiehlt sich die Anwendung von Augentropfen. Anlässlich der ersten Kontrolluntersuchung eine Woche nach der Operation wird der Abschnürverband entfernt. Zur Fadenentfernung kommt es erst 2-3 Wochen nach der Operation bei der nächsten Untersuchung. Es empfiehlt sich den Kopfband zu Hause in der Nacht beim Schlafen für 6 Wochen zu tragen. Das gewünschte Ergebnis am Gesicht lässt sich erst nach 6-8 Wochen sehen.


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